{"id":934,"date":"2013-07-30T11:39:33","date_gmt":"2013-07-30T11:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www2.kunst.tu-berlin.de\/pages\/?page_id=934"},"modified":"2013-10-15T11:09:02","modified_gmt":"2013-10-15T11:09:02","slug":"theorie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kunst.tu-berlin.de\/pages\/theorie","title":{"rendered":"Theorie"},"content":{"rendered":"<p><strong>FG Bildende Kunst<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wenn wir von Kunst sprechen, geschieht das immer auch im r\u00e4umlichen Kontext zur Architektur und der Stadt. Nicht der euklidische Raum, sondern ein durch subjektive Wahrnehmung, Erfahrung und Aneignung erweiterter Raumbegriff: Kunst, als eine Bereicherung im Denken um Raum, Stadt und Architektur, ist unser Beitrag f\u00fcr die Lehre der Architektur.Weit \u00fcber Gestaltung hinausgehend, definieren wir Kunst vor allem als eine besondere Art des Denkens und Handelns. Colin Rowe beschreibt das wilde Denken des \u201ebricoleurs\u201c, des Bastlers, als k\u00fcnstlerischen Gegensatz zum braven Denken des \u201eing\u00e9nieurs\u201c.1 In diesem Sinne versteht sich auch das k\u00fcnstlerische Denken, das angehende Architekten im Bachelor- und Masterstudium bei uns im Fachgebiet Bildende Kunst erfahren k\u00f6nnen.Aus diesem Grund haben wir das Skizzenbuch f\u00fcr die Erstsemester eingef\u00fchrt. Dieses ist der reale Platz f\u00fcr Skizzen, Zeichnungen und Auseinandersetzungen mit der Sichtbarkeit von Alltagsdingen. Hinsichtlich des Zeichnens geht es dabei nicht um \u201esch\u00f6ne\u201c, \u201erichtige\u201c oder \u201efertige\u201c Zeichnungen im Sinne einer gelungenen Darstellung von Vorhandenem, sondern um die Zeichnung als Medium der Entwicklung und \u00dcbermittlung von Ideen und Wahrnehmung r\u00e4umlicher Zusammenh\u00e4nge. Die Zeichnung ist somit nicht Ab-Bild sondern handschriftliches, skizzenhaftes Vor-Bild.Strategien zeitgen\u00f6ssischer Kunst an der Schnittstelle zu Architektur und deren Vermittlung in Praxis und Theorie als k\u00fcnstlerischen Arbeitsprozess spielen f\u00fcr uns eine gr\u00f6\u00dfere Rolle, als ein k\u00fcnstlerisches Endprodukt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\">Kunst als Wissenschaft<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Einsatz k\u00fcnstlerischer Medien als Instrumente der Wahrnehmung von Stadt, Raum und Architektur spielt in der Lehre, aber vor allem in der Forschung eine gro\u00dfe Rolle. Das Forschen in der Kunst oder Kunst als Forschung meint also nicht Kunstforschung in dem Sinne, dass die Kunst der Gegenstand der Forschung sei, sondern ganz im Sinne Bredekamps Definition der Bildwissenschaften, ist das Bild vom Gegenstand der Forschung l\u00e4ngst zum Instrument der Forschung avanciert.2Die Integration k\u00fcnstlerischer Medien und wissenschaftlicher Methoden haben sich in der Vergangenheit bei unseren Projekten \u201eMigration und Produktion von Raum&#8221;, \u201eKonstruktion von Identit\u00e4ten im Raum&#8221; und \u201eTransnationale R\u00e4ume\u201c als Werkzeuge bew\u00e4hrt.\u00a0Durch die Pr\u00e4sentation der Ergebnisse solcher Kunstforschungsprojekte in Form von Ausstellungen im Kontext von Kunst und Kultur werden einer \u00fcber das Fachpublikum hinausgehenden gro\u00dfen \u00d6ffentlichkeit aus ungew\u00f6hnlichen Blickwinkeln Zugang zu gesellschaftlich relevanten Themen \u00e4sthetisch und sinnlich erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n<a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1 <\/a>Bredekamp, Horst und Brons, Franziska (2004) Fotografie als Medium der Wissenschaft. Kunstgeschichte, Biologie und das Elend der Illustration. In: Burda, Hubert und Maar, Christa (Hg.) ICONIC TURN. Die neue Macht der Bilder. K\u00f6ln: DuMont. S. 367.<a href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">2 <\/a>Rowe, Colin (1997, 1978): Collage City. Basel. S.152.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FG Bildende Kunst Wenn wir von Kunst sprechen, geschieht das immer auch im r\u00e4umlichen Kontext zur Architektur und der Stadt. 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